Ein Narzisst wacht morgens nicht auf und fragt sich, wie er dich glücklich machen kann...
Er wacht auf und du wartest schon darauf, wann sein toxisches Spiel beginnt. Manchmal passiert es nicht gleich – aber du weißt tief im Inneren, es ist nur die Ruhe vor dem
nächsten großen Sturm. Aber du hoffst so sehr: HEUTE wird ein guter Tag. Du gibst dir unendlich viel Mühe, liest ihm jeden Wunsch von den Augen ab, überlegst, was du neulich gemacht hast, als es für ein paar Stunden „HARMONISCH“ war. Und trotzdem spürst du in deinem Kopf bereits die Rotationsmaschine.
Du schlägst die Augen auf und spürst erst mal: NICHTS!!! Nichts spüren ist vielleicht ein gutes Zeichen für ein inneres 50/50. Dann kommt das gemeinsame Frühstück, sein erster Kaffee. 50/50 heißt in einer toxischen Beziehung nicht, der Tag könnte doch noch gut werden. 50/50 heißt: Er schweigt oder du hast wieder die Schuld. Seine Schuldumkehr. Sein strafendes Schweigen. Seine ewige Opferrolle. Täglich grüßt das Murmeltier. Und plötzlich bist du auch noch schuld, weil ER jetzt schlechte Laune hat.
In narzisstischen Beziehungen wirst du täglich konditioniert – manchmal von der
allerersten Stunde an. Du hast dich um SEIN Wohlbefinden zu kümmern. Kennst du auch diese unerträgliche Morgenroutine? Er wacht auf, um sein Ego zu pushen und seine
eigene, innere Leere zu füllen. Das perfekte Werkzeug und seine Zufuhrquelle bist du. Wenn etwas falsch läuft, gibt er dir die Schuld. Wenn er schweigt, bestraft er dich. Und wenn er jammert, zwingt er dich in die Verantwortung für sein Leben.
Ich kenne diese zermürbenden Morgenstunden aus meiner eigenen Geschichte nur zu gut. Dieses lähmende Gefühl aus Angst und Anpassung direkt nach dem Aufwachen. Es sind wirklich oft die allerersten Dinge, die du denkst und fühlst, bevor du überhaupt
überlegst, was heute für ein Tag ist.
Du bist aber nicht sein emotionaler Mülleimer! Du musst dieses manipulative Spiel nicht bis an dein Lebensende mitspielen. Du darfst aufstehen. Du darfst Stopp sagen. Dein Morgen gehört ab heute DIR!