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Podcast Nr. 6 

Man bleibt nicht wegen der Kinder – Man geht wegen der Kinder

Willkommen bei ANKER IM NEBEL. Ich bin Andrea, deine ANKER-Frau.

Heute spreche ich über einen sehr emotionalen und auch tiefen Schmerz. Ein Schmerz den nur eine Mutter - allein, mit vielen Tränen, hinter verschlossenen Türen erleben kann. 

Mein Thema heute: Mutter und Kind – oder die Kinder – nach dem Ausstieg aus einer narzisstischen Beziehung.

Und die quälende Frage: Was ist, wenn selbst deine eigenen Kinder seine Lügen glauben?

Ihr kennt inzwischen meine eigene Geschichte. Ich bin nach 43 Jahren aus einer narzisstischen Beziehung ausgestiegen. Weil ich nicht mehr wollte – und vor allem, weil ich einfach nicht mehr konnte. Warum ich so lange geblieben bin, das erzähle ich dir in einer ganz eigenen Podcast-Folge.

Nur so viel vorab: Ich habe selbst erst Monate nach meinem Ausstieg die Begriffe Narzissmus und narzisstischer Missbrauch gehört. 

Von da an habe ich social Media täglich und stundenlang ‚verschlungen‘ und konsumiert. Ich war sehr erschrocken über das, was ich da gelesen und gehört habe. Aber ich habe dadurch auch endlich angefangen zu verstehen, was in meiner Eigenen Beziehung über Jahrzehnte nicht stimmte.

Denn ein Gefühl war immer da: Ein Gefühl, dass er über die Jahre immer krassere Dinge anstellte. Immer öfter habe ich eine schleichende Persönlichkeitsveränderung, extreme Stimmungsschwankungen und eine – nur auf mich bezogene - Respektlosigkeit wahrgenommen. 

Aber weil meine Liebe zu ihm so groß war, weil er mein Mann war und der Vater unserer gemeinsamen Kinder, habe ich unbewusst mitgemacht. 

Ich habe seine Spielregeln eingehalten und sein Verhalten vor mir und auch vor anderen immer wieder gerechtfertigt.

Die letzten Monate vor der offiziellen Trennung waren die schlimmsten, die ich je erlebt habe… dachte ich jedenfalls zu dieser Zeit.

Was ich damals nämlich noch nicht wusste: Aus Sicht eines Narzissten geht NIEMAND einfach zum Anwalt oder verlässt IHN. 

Niemand trifft eigene Entscheidungen. Niemand sagt einfach ‚Stopp!‘. Das sind ausschließlich die Privilegien eines Narzissten. 

Es geht ihm nur um Macht. Um Kontrolle. Um Manipulation. Darum, seine Maske mit allen Mitteln festzuhalten, sein Ego zu pushen und andere 

Menschen zu missbrauchen, nur um seine eigene, innere Leere nicht spüren zu müssen.Ich habe das damals alles nicht gewusst. 

Aber ich habe seine Wut zu spüren bekommen. Seine panische Angst, dass noch jemand hinter seine Maske schauen könnte, wenn ich beginne meine Wahrheit zu erzählen.Seine eiskalte Rache ab dem Moment, als seine Kontrolle über mich zu 100 % weg war. 

Weil ICH gehen wollte, wurde ich belogen, beklaut, bedroht und nach Strich und Faden verarscht… Ich bin gefühlt einmal durch die Hölle gegangen.

A B E R: Ich habe auch den Weg aus dieser Hölle wieder raus gefunden!  Auch meine EXIT-Tür stand einen kleinen Spalt weit offen. Ich habe wieder frische Luft geatmet, ich habe Licht gesehen – und ab diesem Moment gab es für mich nur noch Plan A: Da geh ich durch! End of Story.

Und heute mache ich diesen Podcast und denke so bei mir: Da hat mich jemand für meinen Mut zu gehen am Ende reich belohnt.

Und genau jetzt kommen die Kinder ins Spiel. Natürlich sind sie schon lange erwachsen. Sie leben ihr eigenes, selbstständiges Leben – worauf ich immer unheimlich stolz war und es bis heute noch bin. Trennungen gibt es in der heutigen Zeit immer öfter. Es sind Trennungen, bei denen einfach die Liebe nicht mehr reicht. Wo sich einer weiterentwickelt und der andere nicht. Oder wo es noch mal ‚BÄM‘ macht und plötzlich der echte 

Seelenpartner vor dir steht. Alles gut, das ist das Leben. Aber eine Trennung von einem Narzissten ist GANZ anders.

Die Kinder sehen die Trennung erst mal nur als ganz normale Trennung. Und sie sehen uns logischerweise weiterhin als ihre Eltern. Sie waren nach der Trennung der Meinung, sie müssten sich jetzt einfach daran gewöhnen, immer nur einen von uns beiden besuchen zu können.

Und genau das war mein größtes Problem: Sie wollten diese Besuche miteinander verbinden. Sie dachten, sie kommen einfach direkt von ihm zu mir – oder sie fahren nach dem Besuch bei mir direkt weiter zu ihm. Was macht das bitteschön mit ihnen?  Glaubt ernsthaft jemand, sie gehen bei mir zur Tür hinaus, fahren diese lächerlichen 6 Kilometer bis zu ihm und legen im Kopf einfach so einen Schalter um?  Das glaube ich nicht! 

Ziemlich schnell nach der Trennung war mir klar, dass ich mit diesem Menschen – meiner einmal so großen Liebe – nie wieder etwas zu tun haben will.

Man muss dazu sagen: Narzissten erzählen spätestens nach der Trennung unfassbar viele Lügen über dich. Ich habe ihn einmal – wirklich nur ein einziges Mal – komplett ohne seine Maske gesehen. Und ich habe heute noch dieses grausame Bild vor Augen. Das Bild von etwas ganz, ganz Bösem. 

Ich habe in diese Augen gesehen. Ich habe einem Teufel direkt in die Augen geschaut. Es war einfach nur grausam.

Beim Vorbereiten auf diesen Podcast sind unglaublich viele Tränen geflossen. Immer wieder musste ich pausieren, wollte den Podcast ganz abbrechen.

Aber ich lasse den Tränen und diesem so traurigen Gefühl allen Raum, den es braucht. Ich lasse es zu. Obwohl ich schon in der Beziehung mit ihm so unendlich viel geweint habe… sind das, ganz andere Tränen. Ihm weine ich schon lange keine einzige Träne mehr nach – ganz im Gegenteil! 

Mein verbliebenes kleines Umfeld habe ich inzwischen auch radikal gereinigt. Und das tut nicht mal mehr weh. Aber bei den Kindern… Ich bin ihre Mutter. Sie waren in meinem Bauch. Ich habe sie zur Welt gebracht. Ich war eine verdammt gute Mutter, und ich war so unendlich gern Mutter.

Und genau jetzt kommt der brutalste Trigger: Kinder sind immer zu 50 % Vater und zu 50 %Mutter. Das heißt im Klartext: Sie haben auch Eigenschaften von ihm. Ich will es einfach nicht wirklich glauben wollen, aber es können sogar narzisstische Anteile sein. Meine Kinder… die Kinder eines Narzissten.

Narzissten haben keine echte Empathie. Sie können nicht tief lieben. Wenn ich ganz ehrlich zurück blicke, hat er mich nie geliebt und nie gewollt. Und die Konsequenz daraus ist: Er hat auch die Kinder nie wirklich gewollt. Am Ende der Schwangerschaft meines Sohnes hat er sogar die Behauptung aufgestellt, er wäre nicht von ihm.

Warum berührt mich das Thema Kinder bis heute so tief in meiner Seele? Weil sie Teil dieses kranken Systems geworden sind. Weil wir als Eltern diese toxische Beziehung gelebt und sie somit den Kindern über Jahrzehnte vorgelebt haben. 

Weil ich mir heute als Mutter von ganzem Herzen NICHT wünsche, dass meine eigenen Kinder irgendwann in genau solchen toxischen Partnerschaften leben müssen! Die bloße Vorstellung, dass meine Tochter auch respektlos behandelt und manipuliert wird, dass sie keine echten Gefühle bekommen wird… Die Angst, dass mein Sohn auch keine Empathie besitzt und keine gesunde Beziehung halten kann… Das zerreißt mir das Herz.

Und dennoch haben sie in den letzten Jahren – bewusst, unbewusst oder unwissend – sein Spiel ein Stück weit mitgespielt. 

Sie haben einige seiner Verhaltensmuster übernommen und finden sie heute sogar völlig normal. Sie haben ihm, vielleicht ohne es überhaupt zu merken, immer wieder die ganz große Bühne gegeben und seine ewige Opferrolle gefüttert. Ich habe sie um Hilfe gebeten. Und ich habe am Ende auch zu ihnen ‚Stopp!‘ gesagt.

Vielleicht waren sie mit dem gesamten Ablauf der Trennung überfordert. 

Vielleicht finden sie meinen strikten No-Contact zu ihm übertrieben. 

Vielleicht geben sie mir unbewusst einen großen Teil der Schuld für die Trennung. 

Vielleicht sind sie aber auch einfach von ihm manipuliert worden.

Oder – und das ist eine weitere, zutiefst traurige Wahrheit:  Sie suchen bis heute verzweifelt nach seiner Anerkennung und seiner Aufmerksamkeit.

Auch meine Kinder kennen ihren Vater ja NUR SO, genauso: jammernd, meckernd, leicht kriminell, extrem pingelig und in manchen Phasen depressiv.

Ich habe in dieser Beziehung viel zu lange versucht, ALLES im Alleingang zu regulieren, zu harmonisieren, Ruhe auszustrahlen und Verständnis für das Unfassbare zu haben. Nicht für die Außenwelt, nicht für den Applaus von anderen – einfach nur für den großen Traum von einer ganz normalen, glücklichen Familie.

Und dann habe ich die Reißleine gezogen. Ich habe auch zu meinen Kindern den No-Contact ausgerufen. Hart, verdammt hart – aber absolut nötig! 

Denn No-Contact heißt zu 100 % NO CONTACT. Nicht, weil ich sie nicht liebe – um Gottes willen!  Sondern einzig und allein, um sie nicht in die Zwickmühle von Entscheidungen zu bringen. Doch hinter den Kulissen bedeutete das: 

Schon wieder diese Rücksicht. 

Schon wieder dieses Verständnis. 

Schon wieder gehe ich freiwillig zurück in die zweite Reihe. 

Schon wieder habe ich IHM die ganze Bühne überlassen.

Aber es zerreißt dir im ersten Moment einfach alles in deiner Brust! 

Du willst laut schreien – aber du tust es nicht. 

Du machst alles wieder im Stillen mit dir selbst aus. 

Du sitzt da und fragst dich verzweifelt: Wann verdammt noch mal habe ich den Knall nicht gehört?

Du erinnerst dich plötzlich an alles: An die Geburt, an die Einschulung, an den Abi-Ball.

An diese vielen, unzähligen kleinen Momente, in denen DU bedingungslos für sie da warst. Für dich waren das damals die ganz normalen Dinge, die jede liebende Mutter eben tut. Und trotzdem jetzt No-Contact. Trotzdem ist es heute der einzige, aber auch schmerzhafteste Schutz, um nicht perma-nent getriggert zu werden. Ich wollte diesen No-Contact eigentlich nur für ein paar Monate bis zur Scheidung 

durchziehen. Ich dachte ganz naiv: Trennungsjahr, Gerichtsstempel, Tschüss. Und nun sitze ich hier… 

Nun bin ich seit zweieinhalb Jahren allein. Ich habe noch immer nicht den offiziellen Stempel vom Gericht. Ich kann nichts rückgängig machen. Ich muss es aushalten. Ein zweites Mal in meinem Leben aushalten. Erst die toxische Beziehung, jetzt den NO-Contact zu den eigenen Kindern.

Wenn du mir bis hierhin gefolgt bist, dann schließe für einen kurzen Moment deine Augen. Ich denke, auch du würdest jetzt im Stillen wissen wollen: 

Wie viel Kontakt haben die Kinder denn nun heute noch zu ihm? Meine ehrliche Antwort lautet: Ich weiß es nicht.

Aber heute – als deine Wegbegleiterin mit meinem ANKER Coachings - rate ich jeder einzelnen Mutter da draußen:

Man bleibt nicht wegen der Kinder. Man geht wegen der Kinder!!!

Und ich füge heute aus tiefster Überzeugung hinzu: 

Und man bleibt auch verdammt noch mal nicht, nur weil man Anfang 60 ist!!! Es ist niemals zu spät für deine Freiheit. Aber wie genau du dir auch mit über 60 dein glückliches, selbst bestimmtes Leben zurückholst – das erzähle ich dir in der nächsten Podcast-Folge.

Hätte ich damals gewusst, dass ich all das hier überlebe, dass mir mein ganzes, komplexes Wissen aus 25 Jahren Praxiserfahrung am Ende selbst hilft, dort herauszukommen – ich wäre viel, viel früher gegangen! Es gibt ja im Leben bekanntlich nie hundert Prozent. Aber ich behaupte heute ganz mutig: Es geht mir zu 100 % besser OHNE ihn!

Zuerst war in meinem Kopf das große Thema Scheidungskinder – das war er ja auch. Dann kam die panische Angst, er könnte mir die Kinder wegnehmen, oder meine Tochter könnte sich gegen mich entscheiden und ganz zu ihm wollen. Später hatten die Kinder dann eigene Beziehungen, Hochzeit, Enkelkinder, vielleicht wieder ein Stück zurück in ihre alte Heimat …… diese Angst in mir: Du wirst irgendwann nicht mehr dazugehören. Du wirst ganz allein sein.

Auf der Reise zu meiner eigenen Heilung konnte ich am Thema Angst leider nicht einfach so vorbeigehen. Ich musste mich ihr stellen. Es waren einige Ängste, aus Kindheit und aus Glaubenssätzen. Und genau deshalb ist auch das Thema ANGST heute ein wichtiger Punkt in meinem ANKER-Coaching.

Ich weiß heute nicht, wo die Reise zwischen mir und meinen Kindern am Ende hingeht. Ob es irgendwann zu einer echten Versöhnung kommt oder zu neuen, bitteren Vorwürfen. Ich weiß es schlichtweg nicht. Aber ich weiß eines ganz sicher: Ich fange JETZT an, mein eigenes Leben zu leben! 

Und das sollte übrigens jeder Mensch da draußen tun. Ohne ständige Rechtfertigung, ohne einseitige Anpassung, ohne bittere Schuldzuweisungen. 

Das Leben hat so unendlich viele Gabelungen. Menschen kommen und Menschen gehen. Das hat am Ende überhaupt nichts mit deinem Beziehungsstatus zu tun.

Ich bin da. Ich stehe aufrecht und fest in meiner Würde. Aber ich habe meine 

Verfügbarkeit ganz klar definiert und eingeschränkt.

Wenn du spürst, dass das hier emotional etwas in dir bewegt, wenn du vielleicht auch feuchte Augen bekommen hast und das Thema Kinder und Trennung deine größte Angst ist… dann trau dich, noch einmal ganz genau hinzuschauen. Du zahlst im Leben immer einen Preis. Aber DU entscheidest ganz allein, WELCHEN Preis du zahlen willst!

Als deine Wegbegleiterin schaue ich gemeinsam mit dir, wie deine Systeme wieder in eine gesunde Ordnung kommen, wie dein Nervensystem sich allmählich und vor allem dauerhaft beruhigen kann und wie wir Schritt für Schritt durch dein Angst-Thema gehen.

DEIN Ziel ist DEIN Weg.

Ich bin Andrea, deine ANKER-Frau. Und genau hier begleite ich Frauen in meinem ANKER-Coaching zurück in ihre eigene Kraft. 

Du musst diesen Weg nicht allein gehen.